Tankkarten versprechen Rabatte, Sammelpunkte oder vereinfachte Abrechnung fürs Firmenauto. In der Schweiz gibt es Dutzende Angebote — von Genossenschaftskarten bis zu Kreditkarten-Co-Brandings. Ob sich das lohnt, hängt von Kilometern, Marke und Disziplin ab.
Typische Kartenarten
Fleet / Geschäftskarten
Für Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen: zentralisierte Rechnung, Fahrzeugzuordnung, teils Mengenrabatte. Für Privatleute selten sinnvoll wegen Gebühren.
Retail-Co-Branding (Migros, Coop etc.)
Rabatt oft an Detailhandels-Karte gekoppelt — «Cumulus», «Supercard»-ähnliche Systeme. Vorteil: Integration in ohnehin genutzte Programme. Nachteil: Rabatt manchmal an Mindesteinkäufe gekoppelt.
Marken-Karten (Shell, Avia …)
Liter-Rabatt oder Cent-Rabatt pro Liter nach Volumenstufen. Break-even typisch ab 8'000–12'000 km/Jahr — abhängig von Jahresgebühr.
Beispielrechnung (vereinfacht)
| Annahme | Wert |
|---|---|
| Kilometer/Jahr | 15'000 |
| Verbrauch | 7 l / 100 km |
| Liter/Jahr | 1'050 |
| Rabatt Karte | CHF 0.05 / l |
| Ersparnis/Jahr | CHF 52.50 |
| Jahresgebühr | CHF 30–40 |
Bei wenig Fahrleistung frisst die Gebühr den Vorteil. Bei Firmenwagen mit ohnehin hohem Volumen kann der Nettoeffekt grösser sein — plus weniger Belege sammeln.
Fallstricke
- Markengebundene Karten schränken Flexibilität ein — günstige Station der «falschen» Marke wird ignoriert.
- Mindestabnahme kann Karten für Zweitwagen unattraktiv machen.
- Kreditkarten-Co-Brandings: Zinsen bei Teilzahlung fressen Liter-Rabatte.
Alternativen
Preisvergleich vor dem Tanken, Routenplanung, Carpool — oft mehr Effekt als 3 Rp./Liter Rabatt. Für E-Auto-Fahrer sind Lade-Apps und Roaming-Verträge das Analogon — Thema für unseren E-Mobilitäts-Artikel.