2026 fahren in der Schweiz über 150'000 rein elektrische Personenwagen — Tendenz steigend. Das Ladenetz wächst, aber Preistransparenz hinkt hinterher: kWh-Preise, Minutenpreise, Blockiergebühren und Roaming-Aufschläge machen Vergleiche schwerer als an der Benzinsäule.
AC vs. DC — was bedeutet das?
AC (Wechselstrom): Typisch Wallbox zuhause, Parkhaus, Hotel — 3.7 bis 22 kW. Langsam, aber günstiger und batterischonend.
DC (Gleichstrom): Schnellladen an Autobahn und Hub — 50 bis 350 kW. Teurer pro kWh, aber für Langstrecke unverzichtbar.
Preismodelle
- Pro kWh: Am transparentesten — vergleichbar wie Literpreis.
- Pro Minute: Kann teuer werden, wenn das Fahrzeug die Leistung nicht nutzt (kalte Batterie, voller Akku).
- Session-Gebühr: Fixbetrag pro Ladevorgang — bei Kurzstopps ungünstig.
- Blockiergebühr: Nach Ende des Ladens am Platz stehen — zunehmend verbreitet gegen «ICEBerg»-Parkplatzblockade.
Roaming und Apps
Viele Ladepunkte sind über mehrere Roaming-Plattformen erreichbar — oft mit Aufschlag gegenüber Direktvertrag. Für Vielfahrer lohnt sich manchmal ein Abo bei einem grossen Betreiber (Swisscharge, MOVE, Ionity etc.) — MagicPass nennt keine «beste» App, empfiehlt aber: vor der Ferienfahrt testen, welche App lokal funktioniert.
Zuhause laden
Wallbox + Nachtstrom (wo verfügbar) ist meist die günstigste Variante. Mietwohnungen brauchen Vermieterabstimmung; EFH oft einfacher. Förderprogramme variieren kantonal — Stand 2026 teils reduziert, lohnt Recherche beim Kanton.
«Auf der Fahrt Richtung Süden plane ich Ladestopps wie früher Tankstopps — nur mit mehr Apps.» — E-Auto-Fahrer, Zug
Winter und Berge
Kälte reduziert Reichweite; Bergfahrten verbrauchen mehr kWh. Reserve einplanen, Schnelllader in Gotthard-Nähe vorab prüfen — Staus und Volllast sind Realität.
Mehr zu Fixkosten im Strassenverkehr: Autobahn-Vignette 2026.